Der Freudenspender reicher Damen
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Der Freudenspender reicher Damen
Karol prüfte nochmal den Sitz seines Anzugs, bevor er die riesige Lobby des Fünf-Sterne-Hotels betrat. Mit wachsamem, aber unauffälligem Blick schaute er sich um, wer sich alles zwischen dem edlen Interieur hier befand. In diesem riesigen Hotel fragte ihn niemand, ob er denn tatsächlich hier Gast sei, vor allem weil er sich optisch der gehobenen Gesellschaft angepasst hatte. Es war tatsächlich zu seiner Arbeit geworden, gezielt nach reichen, älteren Frauen zu suchen, denen er das gab, was sie wollten, um von ihnen Geld zu bekommen. Und was wollten reiche, reife Damen von einem fünfzehn bis zwanzig Jahre jüngeren Mann, der auch noch gut aussehend ist? Richtig, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Sex.
Es war für Karol ein leichtes, sich in die feinen Hotels zu begeben, einen wichtig erscheinenden Lederkoffer mit Laptop mit sich zu tragen und Ausschau zu halten. Es verging kein Tag, an dem es nicht funktionierte hätte, sich scheinbar von einer einsamen Frau abschleppen zu lassen, obwohl es ja eigentlich umgekehrt war. Genau das ist sein Spiel, nur andeuten, nichts verlangen, nett sein, ohne anzüglich zu wirken. Karol bewahrte sich immer einen Schein an Seriosität.
Funkte es zwischen ihm und einer potentiellen „Kundin“, gab er sich als Jungunternehmern, der etwas in finanzielle Not geraten war. Aber nur nebenbei erwähnte er es und nicht nur einmal bekam er Bargeld oder Schecks, die ihm helfen sollten. Gelegentlich führte er auch eine längere Affäre mit einer reichen Lady, der er aber immer bewusst machte, dass er frei bleiben wollte und keine langanhaltende Beziehung mochte. So fair war Karol aus Prinzip.





